Meine fotografierten Memos sind wie Skizzen einer Stadt!

Skizzen einer Stadt“ – ein Slogan, der nicht all zu unbekannt sein sollte. Ich nehme diesen sogar wörtlich! Denn in den Travel – Bereichen auf meiner Website findet Ihr eine Menge von solchen Bildern. Per Bearbeitungsprogramm habe ich diese in kleine Skizzen umgewandelt. Nicht hochklassig, aber ausreichend für meine Zwecke! Sie sollen Euch nur verdeutlichen, wie es an den besagten Orten aussieht und wo Ihr diese finden könnt. Was Ihr mit den Informationen anstellt und wie Ihr damit umgeht, ist dann allein Euer Ding. Für mich kein Problem!

Neid und Missgunst sind bei mir zumindest keine wirklichen Tugenden. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit kleinen Dingen Zufriedenheit empfinden kann, dass ich Menschen mit Fähigkeiten, die ich nie imstande wäre zu leisten, wohlwollend begegne, dass Statussymbole bei mir keine sind, dass ich gelernt habe meinen eigenen Weg des Lebens zu gehen, ohne mich ständig mit anderen Menschen zu vergleichen, dass ich in einer Zeit und einem System aufgewachsen musste, in der das Gegeneinander und das brutale Einsetzen der Ellenbogen keine Rolle spielte.

Ich möchte an dieser Stelle aber deutlich betonen, dass ich kein Sympathisant von einer Einstellung: „früher war alles besser…“ bin. Für mich eine der größten Lügen unserer heutigen Zeit! In meinen Augen war es früher anders und viele Unwägbarkeiten haben die Leute im Laufe der Zeit verdrängt, vergessen oder wollen dieses einfach nicht wahrhaben. Es ist gut, es ist richtig und es ist für mich heute noch beeindruckend, wie das System der politischen Elite Ende der 80er Jahre in Ostdeutschland vor die Hunde gegangen ist. Welchen Weg das heutige System der wirtschaftlichen Elite mit seinen Lobbyisten nimmt, wird die Zukunft zeigen. Mag man dem lesenswerten Beitrag von Geroge Monboit im Meinungsmedium „der Freitag“ glauben, wäre der Kapitalismus in seiner heutigen Form am Ende seiner Fahnenstange angelangt. (Bericht lesen)

Eines wird sich aber, unabhängig von real existierenden Systemen, nie ändern: Es wird immer Individuen geben, bei denen das Streben nach Macht, Karriere oder einer noch so kleinen besseren Stellung innerhalb einer Gemeinschaft größer sein wird als der eigene menschliche Ver- und Anstand. Dabei ist der Begriff GEMEINschaft von mir bewusst gewählt!

Um wieder zum eigentlichen Thema zu kommen, gebe ich Euch nun einmal eine solche „Skizze einer Stadt“ an die Hand:

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Es zeigt eine Szene an der Amstel in Amsterdam, unweit von meiner damaligen Unterkunft. Im Hintergrund ist der Turm der Südkirche zu sehen. Davor könnt Ihr vielleicht noch schemenhaft eine kleine Hubbrücke aus Holz erkennen, die den Groenbrugwal überspannt. Dieses Bild ist eigentlich nur eine Gedankenstütze, um solche Orte wiederzufinden. Denn das eigentliche Foto habe ich dann später in der blauen Stunde geschossen.

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Es ist auf der genannten Holzbrücke entstanden. Ein kleines Reisestativ, der Fernauslöser, der Polfilter und die Kamera sind in den besuchten Städten mein ständiger Begleiter. Da die Brücke jeglichen Fuß- und Fahrradverkehr in Schwingungen umsetzt, war es zeitlich eine etwas aufwendigere Unternehmung. Aber Zeit (im Sinne von der Dauer) sollte ja beim Fotografieren sowieso keine Rolle spielen!

Die Symmetrie, die in dieser Szene zu sehen ist, hat mich bewegt und beeindruckt. Entgegen weitläufig bekannten fotografischen Empfehlungen habe ich mich dafür entschieden, meinem Eindruck nachzugeben. So ist der Turm der Südkirche nun auf der senkrechten Mittelachse platziert. Der Schnittpunkt der Diagonalen liegt in den Baumkronen im Zentrum des Bildes. Die Häuserfassaden, die Bäume, die Straßenlaternen und das rechte und linke Ufer des Kanals führen den Betrachter zur Mitte des Bildes. Somit auch in die Region, in der ich den beleuchteten Turm positioniert habe. Ob diese Art der Bildgestaltung gefällt, müsst Ihr aber für Euch selbst herausfinden!

In der Nachbetrachtung meiner Amsterdam Reise und speziell dieses Fotos ist mir im World Wide Web eine Information vor die Füße gefallen, die meine gedankliche Skizze sogar noch ein wenig aufwertet. Denn ein gewisser Claude Monet scheint sich im Jahr 1874 an einer ähnlichen Stelle (wie ich 2019) bewegt zu haben. Dabei ist sein Bild „Canal in Amsterdam“ entstanden! Macht Euch doch einfach einmal im Internet nach diesem Bild auf die Suche. Vielleicht hat sogar einer von Euch Lust, es genau so festzuhalten, wie es der französische Maler erschaffen hat. Mich würde es sehr freuen…

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